Castortransport nach Gorleben durch massive Proteste gestoppt
Categories: Stufe unbekannt
Written By: Stephan

Dass der Castor-Transport an diesem Wochenende nicht ganz ohne Proteste und Zwischenfälle ablaufen würde, war vorher schon vielen Aufrufen auf unzähligen Webseiten zu entnehmen. Über die Resultate berichtet Spiegel Online in gleich zwei Berichten:
Atomkraftgegner haben am Samstag mit einer Blockade in Rheinland-Pfalz den Atommülltransport von Frankreich ins niedersächsische Gorleben gestoppt. Nach Angaben eines Polizeisprechers ketteten sich am Mittag bei Berg in der Pfalz (Kreis Germersheim) drei Atomkraftgegner unter den Bahnschwellen an.
Rund sechs Stunden nach Beginn der Protestaktion gelang es der Polizei, einen der drei angeketteten Demonstranten vom Gleisbett zu lösen.
[...]
Bei den angeketteten Demonstranten handelt es sich um eine Frau und zwei Männer. Eigenen Angaben zufolge hatten sie unter den Bahnschwellen einen Betonblock versteckt und dann gegen 12.45 Uhr ihre Arme so daran befestigt, dass sie sich nicht mehr von selbst befreien konnten. “Den Transport von hoch radioaktivem Atommüll ins Zwischenlager Gorleben nehmen wir nicht einfach hin”, hieß es in einer Erklärung der Blockadeteilnehmer. Die Polizei musste mit schwerem Gerät anrücken.
Und weiter:
Nach Angaben der Polizei blockierten 300 Atomkraft-Gegner am Freitagabend in Metzingen im Kreis Lüchow-Dannenberg im Anschluss an einen Laternenumzug eine Bundesstraße. Dabei wurden Strohballen in Brand gesetzt. An der Blockade beteiligte sich auch ein Dutzend Bauern mit ihren Traktoren.
Die Polizei löschte die Strohballen mit Hilfe von Wasserwerfern. Beamte seien mit Eiern und Flaschen beworfen worden, erklärte ein Sprecher. Bei dem Einsatz sei eine Polizistin leicht verletzt und fünf Demonstranten in Gewahrsam genommen worden. Ein Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg sprach von ” üblichen Scharmützeln und Reibereien mit der Polizei”.
Die kompletten Artikel gibt es hier und hier zu lesen.
Die Tagesschau berichtet ebenfalls groß über die Proteste:
Im niedersächsischen Gorleben haben am Sonnabend fast 15.000 Atomkraftgegner gegen den Atommüll-Transport aus Frankreich demonstriert. Nach Angaben der Polizei kamen 14.500 Menschen zu einem Protestzug zusammen – das waren weit mehr als in den Vorjahren. Direkt nach der Demonstration versammelten sich Hunderte Menschen an der Zufahrt zum Zwischenlager Gorleben zu einer Sitzblockade. Nach Angaben der Organisatoren setzten sich 500 Demonstranten unter dem Motto “Wir sind gekommen um zu bleiben” auf die Straße. Landwirte unterstützten die Aktion mit Traktoren. An der Blockade nahmen auch Politiker der Grünen teil. Unter ihnen war die Parteivorsitzende Claudia Roth. “Es ist wichtig, den zivilen gewaltfreien Ungehorsam zu unterstützen”, sagte Roth. Die Polizei griff zunächst nicht ein.





















