Madrid – Nach einem Brand im Atomkraftwerk Vandellos II im Nordosten Spaniens am vergangenen Sonntag bleibt der Reaktor mehrere Wochen abgeschaltet. Medienberichten zufolge habe es keine Verletzten gegeben. Die zuständige Atomaufsichtsbehörde habe den Zwischenfall vorläufig der untersten Gefahrenstufe zugeordnet, heißt es. Das Atomkraftwerk Vandellos II aus den 1980er Jahren gehört den spanischen Energiekonzernen Endesa und Iberdrola und soll noch bis 2010 laufen. Im Oktober 1989 kam es in Block I zu einem schweren Unfall, wobei es zu irreparablen Schäden am Block gekommen war.
3Sat hat Bewegtbildmaterial dazu und weiß, dass das Löschen knappe 2 Stunden gedauert hat. (Link)
]]>]]>Die radioaktive Dosis, die die Betroffenen abbekommen hätten, sei jedoch „unbedeutend“. In Frankeich werden jedes Jahr mehrere Hundert Vorfälle in Atomkraftwerken auf der Stufe 0 eingeordnet.
Der Grund für den Defekt war ein Leck in einer Anzapfleitung im Inneren des Kondensators, so dass der Dampf ungenutzt zurück in den Kreislauf lief.
Über insgesamt neun Zwischenfälle (fünf im Block B, vier im Block C) wurde die Aufsichtsbehörde im Jahr 2007 informiert. Sie seien alle als „sicherheitstechnisch bedeutungslos“ bewertet worden. Die Abgabe radioaktiver Stoffe habe dabei stets unter den Grenzwerten gelegen, so die Auskunft des technischen Geschäftsführers, Dr. Helmut Bläsig, auf einem Jahrespressegespräch im Jahr 2008.
]]>Der Brand auf dem Gelände des Kernkraftwerks fand reges öffentliches Interesse. Darstellungen der Ereignisse können unter anderem den Nachrichtensendungen des NDR sowie einem Internetmagazin aus der Schweiz entnommen werden.
Am 4. Februar 2008 ereignete sich erneut ein Brand im Kernkraftwerk Krümmel. In den Morgenstunden kam es zu einem Schwelbrand in einer Lüftungsanlage. Binnen einer Stunde konnte das Feuer durch die Werkfeuerwehr gelöscht werden, externe Hilfe war nicht notwendig. Die Atomaufsichtsbehörde entsendete einen Sachverständigen, Radioaktivität sei jedoch zu keiner Zeit ausgetreten. Dieser Vorfall wurde von zahlreichen Umwelt- und Klimaschutzorganisationen zum Anlass genommen, das Kernkraftwerk Krümmel und die Kernenergie wiederholt anzuzweifeln.
(Quelle: Wikipedia)
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