Die Testresultate wurden von den Austrian Research Centers (ARC) zur Verfügung gestellt. Die Analysen stammen von Erd-, Pflanzen- und Wasserproben, die auf dem Aussengelände der IAEO Laboratorien in Seibersdorf, wo sich der Zwischenfall ereignet hat, durchgeführt wurden.
Die Strahlenschutzexperten der ARC bestätigen damit die ersten Ergebnisse des automatischen Überwachungssystems des Labors. Diese Werte deuteten darauf hin, dass es keinerlei radioaktive Freisetzung in die Umwelt gab. Seit dem Zwischenfall unternahm die IAEO konstante Luftanalysen in der Umgebung des Labors. Diese Analysen ergaben ebenfalls keine Hinweise auf eine radioaktive Kontamination.
Eine kleine Menge Plutonium in einer Säurelösung trat aus, als eines von fünf kleinen, versiegelten Probegefäßen zerplatzte, nachdem sich der Druck im Gefäß aufgebaut hatte. Die Probegefäße wurden in einem Stahlsafe aufbewahrt.
Die fünf Probegefäße enthielten weniger als 1 Gramm Plutonium. Das Material wurde im Labor für wissenschaftliche Referenzzwecke gelagert. Fast die gesamte Kontamination wurde innerhalb des verschlossenen Stahlsafes zurückgehalten.
Wie schon berichtet, wurde der automatische Alarm durch die hoch-sensitiven Detektoren des Luftüberwachungs-Systems im Labor ausgelöst. Diese Messungen identifizierten Spuren eines radioaktiven Aerosols in dem Raum, der den Stahlsafe beherbergt. Diese Luftkontamination wurde komplett in den Filtern des Abluftsystemes zurückgehalten. Zur Zeit des Zwischenfalles, der sich um 02:31 nachts ereignete, war das Labor nicht besetzt. Das IAEO Notfallsteam reagierte prompt indem es den fensterlosen Lagerraum komplett versiegelte.
Eine detaillierte Analyse des Zwischenfalls ist noch im Gange. In der Zwischenzeit wurde die erste Phase der Aufräumarbeiten im Lagerraum am Freitag, den 22. August 2008 erfolgreich abgeschlossen.
Nach genauer Beurteilung des Zwischenfalles durch den zustängigen Strahlenschutz-Regulator der IAEO funktionierten die Sicherheitssysteme des Labors ordnungsgemäß und dämmten die Kontamination erfolgreich ein. Der Zwischenfall wurde mit Level 1 (Störung) der Nuklearen und Radiologischen Zwischenfallskala (INES) bewertet. Die INES Skala hat 7 Kategorien, die höchste Stufe 7 wird als “Katastrophaler Unfall” bezeichnet.
Die IAEA Laboratorien in Seibersdorf befinden sich etwa 35 km südöstlich von Wien. Die Laboratorien bieten Möglichkeiten zu Untersuchungen und Training von nuklearer Anwendung auf den Gebieten Umweltschutz, Schädlingsbekämpfung, Pflanzenzucht und Gesundheitsvorsorge von Mensch und Tier, sowie physikalische und chemische Untersuchungen, und nukleare Geräte. Das “Safeguards Analytical Laboratory” in dem sich der Zwischenfall ereignete, analysiert den Großteil der IAEO Proben bestehend aus geringen Mengen an nuklearem Material (Uran und Plutonium), welche die Inspektoren der IAEO aus zivilen nuklearen Anlagen sammeln. Dies ist ein Bestandteil der Safeguards Verifizierungsprozesse.
]]>]]>Comurhex gab an, Arbeiter hätten am Donnerstag während Modernisierungsarbeiten in der Atomanlage bemerkt, dass ein Ventil defekt gewesen sei. Dadurch seien gelegentlich Abwässer aus einem Analyselabor in einen eigentlich nicht mehr genutzten Abwasserkanal gelangt. Die Abwässer sollten demnach eigentlich in eine Wiederaufbereitungsanlage geleitet werden. “Angesichts des geringen und sehr unregelmäßigen Durchflusses kann die Menge des betroffenen Materials nur gering sein”, hieß es in der Erklärung der Betreiber.
Vermutlich besteht der Defekt in der Pipeline bereits seit 2006, damals seien offenbar bei Wartungsarbeiten Risse entstanden. Der französische Umweltminister versuchte, den Störfall herunterzuspielen: Schließlich gebe es jedes Jahr 115 “kleine Unregelmäßigkeiten” in der französischen Atomindustrie.
]]>Heute.de berichtete:
]]>Eine Tochterfirma des Atomkonzerns Areva meldete den Unfall laut ASN erst am Dienstagmorgen. Nach Angaben von Socatri war der Behälter mit radioaktiver Flüssigkeit aber am Montagabend kurz vor Mitternacht übergelaufen.
[...]
In Deutschland heizte der Vorfall die Diskussion über die Gefahren der Atomkraft weiter an. “Es ist nicht so, dass das alles unproblematisch ist”, sagte Umwelt-Staatssekretär Michael Müller (SPD). Der Vorfall zeige, dass “in Atomkraftwerken immer wieder Dinge passieren, mit denen keiner rechnet.”
Der Zwischenfall sorgte europaweit für die höchste nukleare Alarmstufe seit Tschernobyl. Greenpeace wies vehement auf das Gefahrenpotential hin:
Breuer hob hervor, dass es in Krsko zu einem Kühlmittelverlust gekommen sei. “Und das ist prinzipiell das Schlimmste, was in einem Atomkraftwerk passieren kann.” In diesem Fall bestehe die Gefahr einer Kernschmelze. Auch wenn die Behörden Entwarnung gegeben hätten, sei man “noch nicht auf der sicheren Seite”, sagte sein Kollege Heinz Smital dem Audiodienst der dpa. “Ein Leck im Primär-Kühlkreislauf ist sehr kritisch.” Dabei gehe es weniger darum, ob radioaktives Wasser austritt, sondern ob man den Reaktorkern weiter kühlen kann. Unmittelbar nach dem Abschalten sei “die Hitze so hoch, dass es zur Kernschmelze kommen kann”,
berichtet SpiegelOnline.
]]>Die Sueddeutsche Zeitung berichtet:
]]>Sofort nach einer weithin zu hörenden Explosion wurde Großalarm ausgelöst. Nach Beginn des Brandes stieg eine riesige Rauchwolke aus dem Atomkraftwerk an der schwedischen Kattegat-Küste bei Varberg auf.
(Quelle: Wikipedia)
]]>