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AKW-Unfälle.de » Stufe 1 – Störung http://www.akw-unfaelle.de AKW-Unfälle.de sammelt eine Liste kleiner und großer nuklearer Stör- und Unfälle - sortiert nach INES-Kategorie und Datum. Hinweise auf fehlende Störfälle bitte einfach an stephan (at) akw-unfaelle.de senden, ich arbeite sie dann sofort ein. Fri, 09 Jul 2010 11:44:31 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.0 Tests bestätigen: keine Freisetzung von Radioaktivität an die Umwelt aus dem IAEO Seibersdorf Labor http://www.akw-unfaelle.de/2008/08/30/tests-bestatigen-keine-freisetzung-von-radioaktivitat-an-die-umwelt-aus-dem-iaeo-seibersdorf-labor/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/08/30/tests-bestatigen-keine-freisetzung-von-radioaktivitat-an-die-umwelt-aus-dem-iaeo-seibersdorf-labor/#comments Sat, 30 Aug 2008 12:49:17 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=25 Pressemitteilung der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) : Unabhängige Analysen haben bestätigt, dass es nach dem Zwischenfall am 3. August 2008 in einem Labor der IAEO Laboratorien Seibersdorf (Anm.:bei Wien in Österreich) zu keiner Freisetzung von radioaktivem Material an die Umwelt gekommen ist.

Die Testresultate wurden von den Austrian Research Centers (ARC) zur Verfügung gestellt. Die Analysen stammen von Erd-, Pflanzen- und Wasserproben, die auf dem Aussengelände der IAEO Laboratorien in Seibersdorf, wo sich der Zwischenfall ereignet hat, durchgeführt wurden.

Die Strahlenschutzexperten der ARC bestätigen damit die ersten Ergebnisse des automatischen Überwachungssystems des Labors. Diese Werte deuteten darauf hin, dass es keinerlei radioaktive Freisetzung in die Umwelt gab. Seit dem Zwischenfall unternahm die IAEO konstante Luftanalysen in der Umgebung des Labors. Diese Analysen ergaben ebenfalls keine Hinweise auf eine radioaktive Kontamination.

Eine kleine Menge Plutonium in einer Säurelösung trat aus, als eines von fünf kleinen, versiegelten Probegefäßen zerplatzte, nachdem sich der Druck im Gefäß aufgebaut hatte. Die Probegefäße wurden in einem Stahlsafe aufbewahrt.

Die fünf Probegefäße enthielten weniger als 1 Gramm Plutonium. Das Material wurde im Labor für wissenschaftliche Referenzzwecke gelagert. Fast die gesamte Kontamination wurde innerhalb des verschlossenen Stahlsafes zurückgehalten.

Wie schon berichtet, wurde der automatische Alarm durch die hoch-sensitiven Detektoren des Luftüberwachungs-Systems im Labor ausgelöst. Diese Messungen identifizierten Spuren eines radioaktiven Aerosols in dem Raum, der den Stahlsafe beherbergt. Diese Luftkontamination wurde komplett in den Filtern des Abluftsystemes zurückgehalten. Zur Zeit des Zwischenfalles, der sich um 02:31 nachts ereignete, war das Labor nicht besetzt. Das IAEO Notfallsteam reagierte prompt indem es den fensterlosen Lagerraum komplett versiegelte.

Eine detaillierte Analyse des Zwischenfalls ist noch im Gange. In der Zwischenzeit wurde die erste Phase der Aufräumarbeiten im Lagerraum am Freitag, den 22. August 2008 erfolgreich abgeschlossen.

Nach genauer Beurteilung des Zwischenfalles durch den zustängigen Strahlenschutz-Regulator der IAEO funktionierten die Sicherheitssysteme des Labors ordnungsgemäß und dämmten die Kontamination erfolgreich ein. Der Zwischenfall wurde mit Level 1 (Störung) der Nuklearen und Radiologischen Zwischenfallskala (INES) bewertet. Die INES Skala hat 7 Kategorien, die höchste Stufe 7 wird als “Katastrophaler Unfall” bezeichnet.

Die IAEA Laboratorien in Seibersdorf befinden sich etwa 35 km südöstlich von Wien. Die Laboratorien bieten Möglichkeiten zu Untersuchungen und Training von nuklearer Anwendung auf den Gebieten Umweltschutz, Schädlingsbekämpfung, Pflanzenzucht und Gesundheitsvorsorge von Mensch und Tier, sowie physikalische und chemische Untersuchungen, und nukleare Geräte. Das “Safeguards Analytical Laboratory” in dem sich der Zwischenfall ereignete, analysiert den Großteil der IAEO Proben bestehend aus geringen Mengen an nuklearem Material (Uran und Plutonium), welche die Inspektoren der IAEO aus zivilen nuklearen Anlagen sammeln. Dies ist ein Bestandteil der Safeguards Verifizierungsprozesse.

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Leck in französischem AKW Pierrelatte http://www.akw-unfaelle.de/2008/08/22/leck-in-franzosischem-akw-pierrelatte/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/08/22/leck-in-franzosischem-akw-pierrelatte/#comments Fri, 22 Aug 2008 18:21:46 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=125 Das französische AKW Pierrelatte leckt. Bis zu 250 Gramm radioaktives Uran gelangten jährlich durch ein defektes Ventil in einen unterirdischen Abwasserkanal. Es ist derzeit noch nicht bekannt, wie lange das Leck bereits besteht. Die Betreiberfirma Comurhex, eine Tochter des Areva-Konzerns, teilte mit, es bestünde jedoch keine Gefahr für Anwohner oder Mitarbeiter. Spiegel Online berichtet:

Comurhex gab an, Arbeiter hätten am Donnerstag während Modernisierungsarbeiten in der Atomanlage bemerkt, dass ein Ventil defekt gewesen sei. Dadurch seien gelegentlich Abwässer aus einem Analyselabor in einen eigentlich nicht mehr genutzten Abwasserkanal gelangt. Die Abwässer sollten demnach eigentlich in eine Wiederaufbereitungsanlage geleitet werden. “Angesichts des geringen und sehr unregelmäßigen Durchflusses kann die Menge des betroffenen Materials nur gering sein”, hieß es in der Erklärung der Betreiber.

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Frankreich: Uran ausgetreten http://www.akw-unfaelle.de/2008/07/18/frankreich-uran-ausgetreten/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/07/18/frankreich-uran-ausgetreten/#comments Fri, 18 Jul 2008 19:00:28 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=130 Bei einem Störfall in der französischen Atomanlage in Romans-sur-Isère in der Nähe von Grenoble sind am  knapp 800 Gramm uranhaltige Flüssigkeit ausgetreten. Die ASN hat den Zwischenfall nach INES 1 kategorisiert. Die Betreiberfirma Areva hat die defekte Pipeline mittlerweile gesperrt. Die undichte Stelle befinde sich an einem unterirdischen Rohr, das Uranhaltige Flüssigkeit transportiere, teilte Areva mit.

Vermutlich besteht der Defekt in der Pipeline bereits seit 2006, damals seien offenbar bei Wartungsarbeiten Risse entstanden. Der französische Umweltminister versuchte, den Störfall herunterzuspielen: Schließlich gebe es jedes Jahr 115 “kleine Unregelmäßigkeiten” in der französischen Atomindustrie.

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Tricastin – Juli 2008 http://www.akw-unfaelle.de/2008/07/08/tricastin-juli-2008/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/07/08/tricastin-juli-2008/#comments Tue, 08 Jul 2008 12:04:12 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=95 30.000 Liter radioaktiver Uranlösung traten Anfang Juli 2008 aus dem AKW Tricastin in Frankreich aus. Teile davon gelangten offenbar ungehindert in naheliegende Flüsse. Die Menge der ausgetretenen Flüssigkeit entspreche knapp 360 Kilogramm nicht angereicherten Unans, berichtete Focus Online. Den Anwohnern dreier naheliegender gemeinden wurde die Entnahme von Fluss- sowie Grundwasser verboten, außerdem wurden das Bewässern der Felder, Angeln oder Wassersportarten generell verboten.

Heute.de berichtete:

Eine Tochterfirma des Atomkonzerns Areva meldete den Unfall laut ASN erst am Dienstagmorgen. Nach Angaben von Socatri war der Behälter mit radioaktiver Flüssigkeit aber am Montagabend kurz vor Mitternacht übergelaufen.

[...]

In Deutschland heizte der Vorfall die Diskussion über die Gefahren der Atomkraft weiter an. “Es ist nicht so, dass das alles unproblematisch ist”, sagte Umwelt-Staatssekretär Michael Müller (SPD). Der Vorfall zeige, dass “in Atomkraftwerken immer wieder Dinge passieren, mit denen keiner rechnet.”

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Slowenisches AKW Krsko hält Europa in Atem http://www.akw-unfaelle.de/2008/06/06/slowenisches-akw-krsko-halt-europa-in-atem/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/06/06/slowenisches-akw-krsko-halt-europa-in-atem/#comments Fri, 06 Jun 2008 14:37:20 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=30 Ein Zwischenfall im AKW Krsko hat europaweit für Schlagzeilen gesorgt. Nach einem Leck im Kühlkreislauf des Reaktors wurde das komplette Kraftwerk heruntergefahren. Es bestehe keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt, sagte die Sprecherin der slowenischen EU-Ratspräsidentschaft, Maja Kocijancic. Es sei Wasser entwichen, jedoch „kein radioaktives Material“. SpiegelOnline berichtete von stark erhöhten Strahlungswerten kurz vor Bekanntwerden des Unfalls.

Der Zwischenfall sorgte europaweit für die höchste nukleare Alarmstufe seit Tschernobyl. Greenpeace wies vehement auf das Gefahrenpotential hin:

Breuer hob hervor, dass es in Krsko zu einem Kühlmittelverlust gekommen sei. “Und das ist prinzipiell das Schlimmste, was in einem Atomkraftwerk passieren kann.” In diesem Fall bestehe die Gefahr einer Kernschmelze. Auch wenn die Behörden Entwarnung gegeben hätten, sei man “noch nicht auf der sicheren Seite”, sagte sein Kollege Heinz Smital dem Audiodienst der dpa. “Ein Leck im Primär-Kühlkreislauf ist sehr kritisch.” Dabei gehe es weniger darum, ob radioaktives Wasser austritt, sondern ob man den Reaktorkern weiter kühlen kann. Unmittelbar nach dem Abschalten sei “die Hitze so hoch, dass es zur Kernschmelze kommen kann”,

berichtet SpiegelOnline.

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Philippsburg – Juni 2008 http://www.akw-unfaelle.de/2008/06/06/philippsburg-juni-2008/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/06/06/philippsburg-juni-2008/#comments Thu, 05 Jun 2008 23:13:40 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=87 Laut dem baden-württembergischen Umweltministerium wurde in der Nacht zum Freitag den 6. Juni 2008 im Sicherheitsbehälter des Block I ein Druckabfall festgestellt, der die zulässigen Werte übersteigt. Der Behälter, der wichtige Teile des Reaktors einschließt, hat im normalen Betrieb einen leichten Überdruck von 20 Millibar. Der ermittelte Druckabfall betrug laut Ministerium 1 Millibar pro Stunde und war auf eine undichte Stelle zurückzuführen. Das Leck sei beim Anfahren der Anlage nach der Revision und unmittelbar nach dem Fluten des Behälters mit Stickstoff aufgetreten. Auf der Internationalen Bewertungsskala “INES” gehört es zur Klasse 1 (“Störung”). (Quelle SWR)

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Brand im AKW Ringhals http://www.akw-unfaelle.de/2006/11/14/brand-im-akw-ringhals/ http://www.akw-unfaelle.de/2006/11/14/brand-im-akw-ringhals/#comments Tue, 14 Nov 2006 19:16:33 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=132 Auf dem Gelände des südschwedischen Kraftwerkes Ringhals kam es am  14.11.2006 zu einem Brand. Das Feuer wurde nach 2 Stunden Feuerwehreinsatz gelöscht. Der betroffene Reaktor 3 wurde daraufhin für mehr als 3 Wochen abgeschaltet. Radioaktivität sei nicht ausgetreten, berichten die Kraftwerksbetreiber.

Die Sueddeutsche Zeitung berichtet:

Sofort nach einer weithin zu hörenden Explosion wurde Großalarm ausgelöst. Nach Beginn des Brandes stieg eine riesige Rauchwolke aus dem Atomkraftwerk an der schwedischen Kattegat-Küste bei Varberg auf.

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Biblis – 1987 http://www.akw-unfaelle.de/1987/12/16/biblis-1987/ http://www.akw-unfaelle.de/1987/12/16/biblis-1987/#comments Tue, 15 Dec 1987 23:48:17 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=91 16. Dezember 1987 – Störfall im Block A des KKW Biblis. Beim Anfahren des Reaktors klemmte ein Ventil, das eine Anschlussleitung an dem unter 150fachem Atmosphärendruck stehenden Reaktorkreislauf absperren muss, und blieb offen. Erst nach 15 Stunden nahm das Betriebspersonal die aufleuchtende Warnlampe ernst, man hielt die Ansteuerlogik der Lampe für defekt. Das Personal fuhr den Reaktor nicht sofort herunter, sondern öffnete ein zweites, redundantes Sicherheitsventil, um das verklemmte Ventil durchzuspülen und so zu schließen. Das Ventil schloss nicht und 107 Liter radioaktiven Kühlwassers liefen aus. Das Sicherheitsventil schloss Sekunden später. Der Störfall kam erst nach einem Jahr durch einen Artikel in einer amerikanischen Fachzeitschrift (Nucleonic Weeks) an die Öffentlichkeit, wurde jedoch vom Betreiber fristgerecht an die Behörde gemeldet, die wiederum selbst keine Pressemitteilung veröffentlichte. Der Störfall wurde später gemäß der Skala INES als Stufe 1 (Störung) eingestuft. Nach dem Störfall haben die Hersteller Abhilfe geschafft: Mit der Nachrüstung einer Druckentlastungsarmatur zwischen Erst- und Zweitabsperrung (also den besagten Ventilen) dieser Anschlussleitungen wird nach Versagen der Erstabsperrung mittels Druckentlastung ins Containment ein Versagen der Zweitabsperrung und damit ein Bypass verhindert.

(Quelle: Wikipedia)

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