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AKW-Unfälle.de http://www.akw-unfaelle.de AKW-Unfälle.de sammelt eine Liste kleiner und großer nuklearer Stör- und Unfälle - sortiert nach INES-Kategorie und Datum. Hinweise auf fehlende Störfälle bitte einfach an stephan (at) akw-unfaelle.de senden, ich arbeite sie dann sofort ein. Fri, 09 Jul 2010 11:44:31 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.0 Alle Atombomben von 1945 bis 1998 http://www.akw-unfaelle.de/2010/07/09/alle-atombomben-von-1945-bis-1998/ http://www.akw-unfaelle.de/2010/07/09/alle-atombomben-von-1945-bis-1998/#comments Fri, 09 Jul 2010 11:39:01 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=327 Das Video zeigt eine verstörende Visualisierung aller gezündeten Atombomben zwischen 1945 und 1998.

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Atom-U-Boote: gesunkene Boote http://www.akw-unfaelle.de/2008/12/20/atom-u-boote-gesunkene-boote/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/12/20/atom-u-boote-gesunkene-boote/#comments Sat, 20 Dec 2008 10:00:50 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=261 Ein Auszug aus der Wikipedia zu Atom-U-Booten und deren Sicherheit:

Bisher sind sieben Atom-U-Boote bestätigterweise gesunken, zwei davon auf Seiten der USA und fünf aus der Sowjetunion/Russland. Hierbei ist zu beachten, dass einige der U-Boote, zum Beispiel die sowjetische K-429 zwar starken Wassereinbruch erlitten haben, der Rumpf selber aber intakt gelieben ist, das Boot wurde später gehoben. Daher variieren die Zahlen je nach Quelle teilweise. Auch ist fraglich, ob Atom-U-Boote der chinesischen Volksbefreiungsarmee gesunken sein können.

Das erste verlorene Atom-U-Boot überhaupt war 1963 die USS Thresher (SSN-593), die bei Tieftauchtests mit der gesamten Besatzung von 129 Mann verloren ging. Fünf Jahre später sank das zweite US-Boot. Der Grund für die Explosion, die sich 1968 an Bord der USS Scorpion (SSN-589) ereignete, ist nie sicher geklärt worden. Heute wird vermutet, dass eine defekte Torpedobatterie diese ausgelöst haben könnte. 99 Seeleute verloren dabei ihr Leben.

1970 brach an Bord der sowjetischen K-8 ein Feuer aus. Das Boot wurde in Schlepp genommen, während welchem es mit 52 Mann unterging. 1986 detonierte an Bord der sowjetischen K-219 der Treibstofftank einer Interkontinentalrakete nach einem Leck in der Siloabdeckung. Das Schiff hielt sich über zwei Tage an der Wasseroberfläche, sank aber letztendlich. Die Crew konnte vorher von Bord gehen. Weniger als drei Jahre später ging die K-278 Komsomolez nach einem Feuer verloren, wobei 42 Besatzungsmitglieder umkamen. 2000 sank das russische U-Boot Kursk nach einer Torpedoexplosion, alle 118 Besatzungsmitglieder starben. 2003 ging schließlich das bisher letzte Atom-U-Boot, die K-159 verloren. Das Boot war bereits 1989 außer Dienst gestellt worden und sollte nun zur Abwrackung geschleppt werden. Während des Schlepps lief das Boot jedoch voll und ging mit neun Seeleuten an Bord unter.

Ein Bericht der Internationalen Atomenergieorganisation von September 2001 gibt die Ergebnisse von Wasseruntersuchungen in der Region der Grabstätten der gesunkenen U-Boote wieder. Demnach wurde kaum eine radioaktive Belastung gemessen, die nicht aus dem Fallout früherer Kernwaffentests resultiert. Nahe den amerikanischen Booten wurde lediglich ein erhöhter Spiegel von 60Co gemessen, nahe der Komsomolez von 137Cs. Dies weist darauf hin, dass die Reaktorkammern in allen Fällen auch nach teilweise über 40 Jahren unter Wasser bisher dicht halten.

Außerdem berichten einige Quellen von einem Verlust eines chinesischen SSBN der Xia-Klasse. Der amerikanische Autor und ehemalige Marineattacheé Peter Huchthausen berichtet weiterhin davon, dass ein Han 1983 nach einer Kollision mit einer sowjetischen Victor III gesunken sein soll. Demnach seien die beiden Boote 100 Kilometer südöstlich von Wladiwostok zusammengestoßen und die Han darauf in einem Kilometer tiefen Wasser mit ihrer gesamten Mannschaft versunken. Die Russische Akademie der Wissenschaften habe 1989 dort Strahlungswerte von bis zu 1000 Röntgen pro Stunde gemessen. Außerdem belegt Huchthausen den Unfall mit einer Masse erschienener Nachrufe auf U-Boot-Konstrukteure in chinesischen Zeitungen im fraglichen Zeitraum.

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Reaktorneubau in Weißrussland? http://www.akw-unfaelle.de/2008/12/14/reaktorneubau-in-weisrussland/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/12/14/reaktorneubau-in-weisrussland/#comments Sun, 14 Dec 2008 15:39:40 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=316 Kaum eine Region der Erde musste so schmerzhaft über Atomkraft lernen wie Weißrussland. Die Katastrophe von Tschernobyl trieb den radioaktiven Fallout direkt in die Region. Nun plant WEißrusslands Präsident Lukaschenko einen AKW-Neubau in seinem Land. Deutschlandfunk berichtete dazu gestern mit einem sehr tief recherchierten Hintergrund-Special. Hier einige lesenswerte Ausschnitte:

Ein alter Imker erzählte mir (später hörte ich ähnliches auch von anderen):” Ich komme am Morgen in den Garten, und irgendwas fehlt, ein vertrautes Geräusch. Keine einzige Biene … Keine einzige Biene war zu hören! Keine einzige! Was war das? Was war los? Auch am nächsten Tag flogen sie nicht aus. Und am übernächsten. Hinterher erfuhren wir von der Havarie im Atomkraftwerk, und das ist ganz in der Nähe. Aber lange wussten wir nichts. Die Bienen wussten Bescheid, aber wir nicht. Jetzt werde ich immer nach Ihnen richten”. Noch ein Beispiel: Ich sprach mit Anglern, die an einem Fluss saßen. “Wir warteten darauf, dass man uns im Fernsehen etwas erklärte … … .. Uns sagte, wie man sich schützen kann. Aber die Regenwürmer … .. Einfache Regenwürmer! Die verkrochen sich tief in der Erde, einen halben oder einen ganzen Meter tief. Wir kapierten natürlich nicht. Wir buddelten und buddelten. Wir fanden keinen einzigen Regenwurm zum Angeln.”

Als am 26. April 1986 der Reaktorblock IV in Tschernobyl außer Kontrolle geriet, kam es zur Kernschmelze. Die freigesetzte Radioaktivität war 400 Mal größer, als die Explosionen von Hiroshima und Nagasaki zusammen. Die radioaktive Wolke zog nach Norden, etwa zwei Drittel des Fallout gingen in Weißrussland nieder. Doch die Menschen dort erfuhren erst einmal nichts davon. Noch Tage später, am 1. Mai, ließ man sie überall im Land zu den traditionellen Aufmärschen antreten, im Süden von Belarus marschierten die Menschen über verstrahlte Straßen.

Nach der Katastrophe wurden Hunderttausende – Soldaten und Milizangehörige – zu Aufräumarbeiten nach Tschernobyl geschafft. Arbeiteten zum Teil direkt am havarierten Block IV und setzten sich dabei ungeheuren Strahlendosen aus: Liquidatoren – so werden diese Menschen noch heute genannt. Viele von ihnen sind gestorben, und die Überlebenden kämpfen mit den Spätfolgen. Und um die Unterstützung, die ihnen der Staat damals versprochen hatte.

[...]

Wir haben mit den meisten europäischen und russischen AKW-Herstellern gesprochen. Und am Ende eines jeden Treffens stellten wir die Frage: Wieviel wird es denn kosten? Und in allen Fällen hörten wir: “Oh, das hängt von vielen Dingen ab.” Am Ende habe ich selbst nach Daten gesucht. In der Fachzeitschrift “World Nuclear News-Letter”.

Mikhalevich nimmt die Lesebrille ab, dreht sie zwischen den Händen. Nein, genau will er sich lieber nicht festlegen. Eines aber hat er seiner Regierung geraten: Bei den Preisverhandlungen ordentlich zu pokern. Die Russen gegen die Europäer auszuspielen. Und auf jeden Fall auf einen Tschernobylbonus zu achten:

Warum nicht? Die Reaktorproduzenten müssen sich darum bewerben, hier bauen zu dürfen. Denn in der öffentlichen Meinung, weltweit, muss das Atomkraftwerk, das hier gebaut wird, das sicherste sein. Darum hat Weißrussland eine Schlüsselfunktion, der Reaktorbau hier ist eine gute Reklame. Die Weißrussen sind sehr sensibel gegenüber dem Strahlungsthema. Ein Viertel der Bevölkerung lebt in einer belasteten Region.

Mikhalevich weiß, dass das Vertrauen in die Wissenschaftler seit Tschernobyl erschüttert ist. Predigten die doch erst die Segnungen und die Sicherheit der Atomkraft und verschwiegen dann lange die Folgen. Darum setzt der Physiker jetzt auf einen Neuanfang, auf Überzeugungsarbeit, bei den Allerjüngsten.

Ich schreibe gerade ein Buch für Kinder über Atomenergie. Zusammen mit einem litauischen Autor. Wir schreiben dieses Buch für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren. Das ist ein sehr schön illustriertes Buch.

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Vom Aufstieg Russlands zur Atommacht http://www.akw-unfaelle.de/2008/12/05/vom-aufstieg-russlands-zur-atommacht/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/12/05/vom-aufstieg-russlands-zur-atommacht/#comments Fri, 05 Dec 2008 12:10:36 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=308 Russland betreibt Kernkraftwerke und besitzt Atomwaffen. Viele Kernraftwerke und viele Atomwaffen. 10 Kernkraftwerke, die 31 Reaktorblöcke beherbergen und wahrscheinlich genug Atomwaffen, um die Erde nach einem Erst-, Zweit- und Drittschlag restlos zu pulverisieren. All diese Dinge sind natürlich nicht mal eben ohne weitere Probleme entstanden, wie Majak und Tschernobyl erschreckend eindrucksvoll beweisen. Doch das ist natürlich noch längst nicht das Ende der Fahnenstange. Spiegel Online berichtet heute über einen Uno-Report, der das Ausmaß der nuklearen Katastrophe in Zentralasien:

Ausgerechnet in zahlreichen Flusstälern des Berglands gibt es 92 Deponien, die Abraum von Uranerz und Uranschlämme enthalten. Es handelt sich dabei um radioaktive und hochgiftige Altlasten, die in Uranmühlen angefallen waren: Beim Zerkleinern des Erzes und bei der Herstellung von sogenanntem Yellowcake, dem gelblichen Pulver, das als Grundlage für die Weiterverarbeitung von Uran dient – bis hin zum Spaltmaterial in Atombomben.

[...]

Die Ausmaße des Schadens sind enorm. 6500 Hektar – eine Fläche von mehr als 9000 Fußballfeldern – sind in dem Land radioaktiv kontaminiert. In den Deponien lagern 254 Millionen Kubikmeter Uranschlämme und Urangestein, das entspricht 475 Millionen Tonnen, meldet der Uno-Informationsdienst Irin.

[...]

Die Rückstände wurden in Senken und Kuhlen gekippt und dann einfach mit Erde zugedeckt. Das Abfallgestein aber enthält erhöhte Konzentrationen von Radioisotopen und die Schlämme langlebige Zerfallsprodukte wie zum Beispiel Thorium und Radium – und aus den Deponien steigt Radongas auf, das der Wind weiterträgt. Schwermetalle und große Mengen von Arsen runden den makaberen Cocktail ab.

[...]

Man ist hier von Bergflanken umgeben und von 23 Abraumhalden sowie 13 Lagerplätzen mit Uranschlämmen. Eine Studie des New Yorker Blacksmith-Instituts zählt Mailuu-Suu zu den meistverseuchten Gegenden der Welt. Radioökologen haben herausgefunden, dass die Menschen von Mailuu-Suu und den Tälern der Umgebung doppelt so oft an Krebsleiden erkranken wie ihre Landsleute im Rest Kirgisiens.

Aber weil all das natürlich noch lange nicht genügt, berichtet der Uno-Informationsdienst auch davon, dass die Bewohner das Gebiet langsam sogar wieder zu besiedeln beginnen – trotz Warnschildern mit der Aufschrift ‘Verbotene Zone’. Aber auch das reicht natürlich noch nicht: Die ganzen Halden liegen im Einzugsgebiet von einem der größten Ströme Asiens, dem Syr Darja. Und weil Kirgisien gerade wirtschaftlich total fit ist, um sich um ein solches Erbe zu kümmern, werden die Deponien langsam aber sicher unterspült und drohen, in den Strom zu lecken. Wenn das passiert, betrifft das knapp 3 Mio Menschen in der Region. Die Weltbank versenkt da jetzt Milliarden, um die Deponien abzusichern und es wird sogar überlegt, den kompletten Flusslauf zu verändern, damit man das Risiko zumindest minimieren kann. Na dann…

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Das AKW Gundremmingen und die Kinderleukämie – Zufall? http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/25/das-akw-gundremmingen-und-die-kinderleukamie-zufall/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/25/das-akw-gundremmingen-und-die-kinderleukamie-zufall/#comments Mon, 24 Nov 2008 22:10:36 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=306 Die Augsburger Allgemeine berichtete gestern über ein Symposium von Ärzten, Wissenschaftlern und Naturschützern in Augsburg. Dabei kam Interessantes zutage:

Die vom BfS (Bundesamtes für Strahlenschutz) in Auftrag gegebene Studie verglich die Krankheitsfälle in den Kreisen mit AKW mit anderen. In einer Presseerklärung des Bundesumweltamtes heißt es zur Studie: „Im Fünf-Kilometer-Umkreis um die Reaktoren wurde im Untersuchungszeitraum von 1980 bis 2003 festgestellt, dass 37 Kinder neu an Leukämie erkrankt sind. Im statistischen Durchschnitt wären 17 Fälle zu erwarten gewesen.“

[...]

„Bei Versicherungen berechnet man das Risiko mit der Formel Wahrscheinlichkeit mal zu erwartender Schadenssumme. Selbst wenn nur einmal in 1000 Jahren ein schlimmer AKW-Unfall passiert, ist der Schaden nicht zu verantworten“, sagte Kamm. Ähnlich sah es auch der Physiker Wolfgang Neumann, der sich mit Verweis auf Materialverschleiß gegen eine Laufzeitverlängerung aussprach und wegen der ungelösten Frage des Endlagers einen Ausstieg forderte.

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Ihre Kinder sind in Sicherheit… http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/21/ihre-kinder-sind-in-sicherheit/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/21/ihre-kinder-sind-in-sicherheit/#comments Fri, 21 Nov 2008 09:37:30 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=298 Die Badische Zeitung veröffentlichte einen Artikel über ein geprobtes Notfallszenario. Zitate aus dem Artikel und von Beteiligten:

Ein Rohr der Zuleitung zum Dampfgenerator ist gebrochen, der Sekundärkreislauf kontaminiert, eine Dampfwolke entwichen.

Wie können sich die Damen und Herren der Atomlobby ernsthaft hinstellen und Sicherheit propagieren, wenn gleichzeitig derartige Unfallszenarien geübt werden müssen? Ich meine ein Rohrbruch?!?

Solche Krisenübungen werden an 15 Tagen pro Jahr im Simulator durchexerziert.

Die Betreiber eines AKW wenden also mehr als 4% ihrer Laufzeit für Störfallübungen auf…

Jedes Wort der telefonischen Mitteilung ist sorgfältig gewählt. Katastrophenschutzübungen und -pläne sind eine heikle Angelegenheit. Das zeigte sich schon 1980, nachdem Unbekannte bei einem Einbruch ins Landratsamt Lörrach den Katastrophenplan für Fessenheim entwendeten und veröffentlichten.

Auf gut Deutsch: Lieber die Worte richtig wählen, schließlich möchteman selbst ja auch wiedergewählt werden…

Wie viel Nutzen bringen solche Übungen für den Ernstfall? “Käme es zu einer Kernschmelze”, sagt Christian Küppers, Experte für Nukleartechnik am Ökoinstitut in Darmstadt, “müsste man den gesamten Oberrhein evakuieren.” Dafür würden die Kapazitäten nicht reichen.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehenlassen: Dafür würden die Kapazitäten nicht reichen!

Weil aber die Belastung mit radioaktiven Substanzen weit unter dem Grenzwert geblieben ist, ab dem Jodtabletten eingenommen werden sollen, erteilt das Ministerium zugleich die Weisung: Die Empfehlung, im Haus zu bleiben, ist zurückzunehmen. In Freiburg sorgt das für Unverständnis. Inzwischen vertritt Ulrich Springer den Regierungspräsidenten. Er greift zum Telefon, landet erst bei einer Werbeagentur, dann beim Ministerium: “Den Menschen sagen, sie können wieder rausgehen, und gleichzeitig den Katastrophenalarm beibehalten – das ist nicht vermittelbar.” Außerdem ist man der Ansicht, dass das Umweltministerium nicht weisungsbefugt ist.

Also wenn daraus nicht eindeutig hervorgeht, dass die Damen und Herren ALLES unter Kontrolle haben…

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Schwimmende Atomkraftwerke im Packeis http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/20/schwimmende-atomkraftwerke-im-packeis/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/20/schwimmende-atomkraftwerke-im-packeis/#comments Thu, 20 Nov 2008 20:08:27 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=292 Russland möchte die Gas- & Ölvorkommen in der Arktis endlich vollständig erschließen. Doch das genügt nicht: Zur Förderung der Schätze der Erde setzen die Russen nun vollständig auf eine Karte: Atomenergie. Dass gerade Russland sich mit Atomenergie und Atom-(U)Booten gut auskennt, haben sie ja schon 1986 und in den Vor- & Folgejahren mehrfach eindrucksvoll bewiesen

Nun also schwimmende Atom-Bohrinseln. Der geneigte Leser dürfte schwer daran interessiert sein, wie es so um die allgemeine Sicherheit von Bohrinseln steht:

25.11.1979 im Golf von Bohai: Die chinesische Bohrplattform Bohai-2 sinkt in einem schweren Sturm zwischen China und Nord-Korea. Durch ein Leck in der Belüftungsanlage war Wasser eingedrungen. 72 Besatzungsmitglieder ertrinken.

27.03.1980 im Ekofisk-Feld (Norwegen): Ein Sturm mit Windstärke 10 zerbricht einen der fünf schwimmenden Ponton-Pfeiler der Versorgungsinsel “Alexander Kielland”. Von den 212 Mann an Bord können 123 nicht gerettet werden. 75 werden tot geborgen, 48 bleiben im eisigen Wasser vermisst.

15.02.1982 vor Neufundland (Kanada): In stürmischer See kentert die Bohrinsel “Ocean Ranger”. Keines der 84 Besatzungsmitglieder überlebt.

13.01.1998 im Nordwesten Spaniens: Ein Orkan reißt eine riesige Ölbohrinsel aus der Verankerung und treibt sie gegen eine Brücke. Ein 100 Meter langes Teilstück der Brücke stürzt ein, Menschen kommen jedoch nicht zu Schaden.

13.06.2000 vor der norwegischen Küste: Die norwegische Ölplattform “Bideford Dolphin” hat sich aus ihrer Verankerung gerissen und treibt mit 77 Mann Besatzung bei stürmischem Wind knapp unterhalb der Orkangrenze im Snorre-Feld.

Und weil das ja noch nicht genügt, nehmen wir nun also noch die gute, alte, sichere Kernenergie mit hinzu. Die taz zitiert dazu einen Mitarbeiter einer norwegischen Umweltschutzorganisation:

Feuer und Gasexplosionen seien die Hauptrisiken, die mit allen Bohr- und Förderaktivitäten verbunden sind, konstatiert die Bellona-Analyse. Bei über- oder unterseeischen Konstruktionen mit nuklearer Versorgung könne dies dann zusätzlich noch eine radioaktive Verstrahlung zur Folge haben. “Was passiert, wenn sich in diesen abgelegenen Regionen ein Unfall ereignet? Wie sind die Reaktoren gegen einen Terrorangriff gesichert, gegen Sabotage oder Kaperung?”, fragt der Bellona-Atomkraftexperte Nils Bøhmer.

Das Umweltrisiko durch die Ausbeutung von Öl- und Gasreserven sei in der Arktis größer als an jedem anderen Ort der Erde, erklärt Bellona. Der Einsatz von “schwimmenden Mini-Tschernobyls wird dieses Risiko noch vervielfachen”.

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Ölaustritt im AKW Bugey – Frankreich http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/20/olaustritt-im-akw-bugey-frankreich/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/20/olaustritt-im-akw-bugey-frankreich/#comments Thu, 20 Nov 2008 13:39:14 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=288 AKW sind so sicher, weil jeder erdenkliche Störfall durch die Ingenieure von vornherein durchdacht sei – so die plumpe Argumentation vieler Atom-Lobbyisten. In diesem Zusammenhang ist es spannend zu betrachten, dass selbst simpelste Vorkehrungen nicht getroffen werden, z.B. der Schutz vor dem Überlaufen von Ölbehältern:

Aus einem französischen Atomkraftwerk bei Lyon sind rund hundert Liter nicht radioaktives Industrieöl in die Rhône gelaufen. In dem Atommeiler in Bugey in der Nähe von Lyon sei ein Behälter übergelaufen, teilte das Kraftwerk mit.

[...]

Nach Angaben der Feuerwehr bildeten sich auf der Rhône mehrere Quadratmeter große Öllachen. Wie es zu dem Zwischenfall kam, sei noch unklar, sagte Blond. Die Bezirksverwaltung und die französische Atomaufsicht seien informiert.(Quelle: Badische Zeitung)

Nukleares Material sei debei nach Behördenangaben zwar nicht in die Umwelt gelangt, doch eine grundlegende Frage bleibt: Wenn nicht einmal simpelste Öltanks in Kraftwerken vor katastrophalen Umweltverschmutzungen sicher sind, wie soll es dann für ganze Nuklearanlagen garantiert werden?

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Explosionsgefahr: AKW-Betreiber muss unter Androhung von Strafe sanieren http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/19/explosionsgefahr-akw-betreiber-muss-unter-androhung-von-strafe-sanieren/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/19/explosionsgefahr-akw-betreiber-muss-unter-androhung-von-strafe-sanieren/#comments Wed, 19 Nov 2008 18:33:35 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=286 Wie sehr französische AKW auf Sicherheit bedacht sind, zeigt ein aktueller Bericht der Netzeitung: Daraus geht hervor, dass der Betreiber des französischen AKW Cruas, der Stromkonzern EDF, seit September von Mängeln weiß, die zu Explosionen und zu Austritt radioaktiven Materials führen können, diese allerdings nicht umgehend beseitigt sondern erst unter Strafandrohung der französischen Atomaufsicht ASN handelt:

Die französische Atomaufsicht (ASN) hat den Stromkonzern EDF zur Sanierung von Wasserstoffleitungen aufgefordert, um die Gefahr einer Explosion im Atomkraftwerk Cruas-Meysse einzudämmen. Ein ASN-Sprecher erklärte am Dienstag im Rundfunk, bei einem Leck könnte Wasserstoff explodieren. Radioaktivität könnte dann in das Reaktorgebäude oder sogar in die Umwelt gelangen.

[...]

Kontrolleure der ASN hatten im September in dem südfranzösischen Kraftwerk «Abweichungen von den Regeln für die Kanalisation zum Transport explosiver Stoffe» festgestellt. Die Aufseher drohten EDF mit Strafmaßnahmen, wenn das Problem nicht binnen drei Monaten behoben werde. Kontrollen in anderen Kraftwerken hatten unter anderem die Wartung von Röhren bemängelt.

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Der Tatort gestern: “Salzleiche” zeigt Gorleben-Irrsinn http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/17/der-tatort-gestern-salzleiche-zeigt-gorleben-irrsinn/ http://www.akw-unfaelle.de/2008/11/17/der-tatort-gestern-salzleiche-zeigt-gorleben-irrsinn/#comments Mon, 17 Nov 2008 12:15:36 +0000 Stephan http://www.akw-unfaelle.de/?p=280 Der Tatort am gestrigen Sontagabend hatte es faustdick hinter den Ohren: Nicht nur ein fieser Mord wollte aufgeklärt werden – nein: Ganz nebenbei wurde viel über den Irrsinn der deutschen Atompolitik aufgeklärt. Darüber zum Beispiel, dass Gorleben als Endlagerstandort bereits ohne einen einzigen eingelagerten Castor bereits 1,3 Mia Euro gekostet hat. Darüber, dass die Castoren bis zur endgültigen Klärung in einer Leichtbauhalle (!) stehen. Darüber, dass Salz evtl. ein idealer Lagerort sein könnte, wenn – ja wenn da nicht dieses blöde Wasser wäre, das ja auch die Leiche aus dem Salz wieder freigegeben hatte. Und auch darüber, dass es weltweit bisher keinen einzigen (!) wirklich geeigneten Endlagerplatz für Atommüll gibt.

Und ganz nebenbei wurde auch dem letzten der über 10 Mio Zuschauern des gestrigen Krimi-Highlights klar: Diese ganze Atommüll-Sache, das wächst uns ziemlich schnell ziemlich über en Kopf. Dass der Tatort auch vom Timing her grandios war, braucht eigentlich kaum noch erwähnt zu werden…

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