Umweltminister Gabriel stellte heute den Bericht seines Ministeriums zum Atommüllendlager Asse 2 vor.
Der auf Anforderung seines Ministeriums vom niedersächsischen Umweltministerium vorgelegte Statusbericht habe die Befürchtungen über den Zustand des Lagers bestätigt, sagte Gabriel. Er habe schwerwiegende Mängel beim Helmholtz-Zentrum, das die Anlage betreibt, und bei der Aufsicht, dem Landesbergamt in Niedersachsen, aufgedeckt. "Sie können sagen, dass die Sicherheit nirgends nachgewiesen ist", so Gabriel. Asse sei "die problematischste kerntechnische Anlage, die wir in Europa finden".
Das berichtete die Tagesschau am 2. September 2008 (Link)
Laut Umweltminister Gabriel werde im Endlager Asse nicht sachgerecht mit den atomaren Abfällen umgegangen. Der Betreiber der Anlage habe nicht die erforderliche Sachkunde zum Umgang mit radioaktiven Abfällen. Dies sei ein selbst fabrizierter GAU im Umgang mit dem Vertrauen der Bürger.
Die Grünen-Abgeordnete Künast kündigte an, privat gegen die Betreiber von Asse 2 zu klagen. Es sei jetzt definitiv die Zeit für den Staatsanwalt gekommen, so die Bundespolitikerin.
Wissenschaftler hätten "jahrzehntelang gemeingefährliche Straftaten begangen". Dies müsse sich auch die Helmholtz-Gesellschaft vorhalten lassen, die der "Kopf des Ganzen" sei.