AKW Biblis B: Regierungs-Gutachten bestätigt 80 gefährliche Sicherheitsdefizite

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AKW Biblis B: Regierungs-Gutachten bestätigt 80 gefährliche Sicherheitsdefizite

Im Atomkraftwerk Biblis B bestehen nachweislich 80 besonders gefährliche Sicherheitsdefizite im Bereich der Störfallauslösung bzw. der Störfallbeherrschung. Darüber hinaus gibt es 36 weitere Sicherheitsdefizite, die potenziell brisant sind. Das ist das zentrale Ergebnis eines Gutachtens des Öko-Instituts im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Die "Untersuchung von Hinweisen des IPPNW auf mögliche Sicherheitsdefizite im Kernkraftwerk Biblis" bestätigt damit 40% bis 55% einer 210 Sachverhalte umfassenden Dokumentation der IPPNW über Schwachstellen von Biblis B als besonders relevant. Vor dem Hintergrund gravierender Sicherheitsdefizite hat die IPPNW im September 2005 beim Hessischen Umweltministerium die Stilllegung von Biblis B beantragt. Im Januar 2008 reichte sie beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel Klage ein. Für diese Klage legten die Atomkritiker bei Gericht ihre brisante Dokumentation über rund 200 Sicherheitsmängel vor, die sich vornehmlich auf offizielle Bewertungen der behörden-eigenen Gutachter TÜV und Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) stützt. Parallel informierte die IPPNW die Bundesatomaufsicht über die vielen Sicherheitslücken in Biblis B, die daraufhin das Gutachten in Auftrag gab. Der Vorgang ebenso wie das Ergebnis ist ein Novum: "Das hat es noch nie gegeben, dass Atomkraftgegner während eines atomrechtlichen Streitverfahrens fachlich Rückendeckung durch ein Gutachten der Bundesatomaufsicht bekamen", so IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz. "Mit den 80 bis 116 besonders schwerwiegenden Sicherheitsdefiziten ist der weite Abstand ...

Biblis ’08 probt den “Ernstfall” – mit 1000 Freiwilligen

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Biblis ’08 probt den “Ernstfall” – mit 1000 Freiwilligen

Das AKW Biblis probt an diesem Wocheneende wie bereits berichtet den Ernstfall. 1000 Freiwillige sind hierfür 2 Tage unterwegs, um einen atomaren Unfall der Stufe INES 6 einzudämmen. Hierzu ein Zitat von Main-Spitze: Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW bemängelte, dass bei der Übung lediglich die Folgen eines schweren Atomunfalls und nicht einer Katastrophe wie in Tschernobyl simuliert werde. Außerdem zeigten widersprüchliche Empfehlungen einer Notfall-Broschüre des Biblis-Betreibers RWE, wie hilflos die Behörden einem echten Atomunfall gegenüberstünden. Nach Ansicht der hessischen Grünen beweist die Katastrophenübung die besondere Gefahr des Reaktors in Biblis. Nur ein abgeschaltetes Atomkraftwerk sei ein sicheres Atomkraftwerk, hieß es. Ich zitiere hierzu einfach auch einmal einen Absatz aus der Wikipedia, der den Aufwand beschreibt, der in Tschernobyl nach der Katastrophe notwendig war: Unmittelbar nach dem Unglück und bis Ende 1987 wurden etwa 200.000 Aufräumarbeiter („Liquidatoren“) eingesetzt. Davon erhielten ca. 1.000 innerhalb des ersten Tages nach dem Unglück schwere bis absolut tödliche Strahlendosen im Bereich von 2 bis 20 Gray. Die restlichen Liquidatoren erhielten demgegenüber wesentlich geringere (sich nicht direkt auswirkende) Strahlendosen bis zu maximal etwa 500 Millisievert (mSv), bei einem Mittelwert von etwa 100 mSv. Die Zahl der Liquidatoren erhöhte sich nach Angaben der WHO in den folgenden Jahren auf 600.000 bis 800.000. Die Zahl ist ...

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