Die Badische Zeitung veröffentlichte einen Artikel über ein geprobtes Notfallszenario. Zitate aus dem Artikel und von Beteiligten:
Ein Rohr der Zuleitung zum Dampfgenerator ist gebrochen, der Sekundärkreislauf kontaminiert, eine Dampfwolke entwichen.
Wie können sich die Damen und Herren der Atomlobby ernsthaft hinstellen und Sicherheit propagieren, wenn gleichzeitig derartige Unfallszenarien geübt werden müssen? Ich meine ein Rohrbruch?!?
Solche Krisenübungen werden an 15 Tagen pro Jahr im Simulator durchexerziert.
Die Betreiber eines AKW wenden also mehr als 4% ihrer Laufzeit für Störfallübungen auf...
Jedes Wort der telefonischen Mitteilung ist sorgfältig gewählt. Katastrophenschutzübungen und -pläne sind eine heikle Angelegenheit. Das zeigte sich schon 1980, nachdem Unbekannte bei einem Einbruch ins Landratsamt Lörrach den Katastrophenplan für Fessenheim entwendeten und veröffentlichten.
Auf gut Deutsch: Lieber die Worte richtig wählen, schließlich möchteman selbst ja auch wiedergewählt werden...
Wie viel Nutzen bringen solche Übungen für den Ernstfall? "Käme es zu einer Kernschmelze", sagt Christian Küppers, Experte für Nukleartechnik am Ökoinstitut in Darmstadt, "müsste man den gesamten Oberrhein evakuieren." Dafür würden die Kapazitäten nicht reichen.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehenlassen: Dafür würden die Kapazitäten nicht reichen!
Weil aber die Belastung mit radioaktiven Substanzen weit unter dem Grenzwert geblieben ist, ab dem Jodtabletten eingenommen werden sollen, erteilt das Ministerium zugleich die Weisung: Die Empfehlung, ...